Friday, 6 June 2014

Rezension: Thief's Magic. Millennium's Rule 1 von Trudi Canavan

Thief's Magic
561 Seiten
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2014

Millennium's Rule Trilogy
1. Thief's Magic
2. Angel of Storms (2015)
3. Successor's Son (2016)

Kurzbeschreibung

In a world where an industrial revolution is powered by magic, Tyen, a student of archaeology, unearths a sentient book called Vella. Once a young sorcerer-bookbinder, Vella was transformed into a useful tool by one of the greatest sorcerers of history. Since then she has been collecting information, including a vital clue to the disaster Tyen's world faces.

Elsewhere, in a land ruled by the priests, Rielle the dyer's daughter has been taught that to use magic is to steal from the Angels. Yet she knows she has a talent for it, and that there is a corrupter in the city willing to teach her how to use it - should she dare to risk the Angels' wrath.

But not everything is as Tyen and Rielle have been raised to believe. Not the nature of magic, nor the laws of their lands.
Eigene Meinung

"Thief's Magic" wird aus der Sicht von 2 Protagonisten erzählt, die in unterschiedlichen Welten zu Hause sind. Tyen lernen wir zuerst kennen - er ist ein Student der Magie und der Archäologie und kommt direkt zu Beginn der Geschichte in den Besitz eines magischen Buches, das mal eine Person war und Informationen sammelt sowie weitergibt. Die Idee des magischen Buches gefällt mir sehr gut und erinnert an Tom Riddle's Tagebuch aus Harry Potter. Genauso wie Harry vertraut Tyen dem Buch - Vella - fast sofort, was ich ein wenig unglaubwürdig finde. Wenn ein Buch auf einmal anfängt mit mir zu kommunizieren, wäre ich zunächst misstrauisch.

Tyen kann Magie wirken - aber wie genau, wird nicht erklärt. Er kann zum Beispiel Objekte und sich selber in der Luft halten und die Magie befindet sich überall in der Luft um die Menschen herum. Wenn sie genutzt wird, entsteht dort, von wo sie kam, ein "schwarzer Fleck". Je mehr Magie man benutzt, desto größer sind diese Flecken und sie füllen sich nur langsam wieder. In Tyen's Welt, in der Maschinen von Magie ernährt werden, wird Magie immer weniger.

Ich finde die Idee der Welt und ihrer Maschinen recht interessant, aber leider wird alles nur kurz angeschnitten und wenig detailliert beschrieben. Ich hab also keine Ahnung, wie genau Tyen die Magie benutzt, wie man sie unterschiedlich anwenden kann usw. Da fehlt mir leider eine ganze Menge.. Auch Tyen selbst hat wenig Persönlichkeit. Außer, dass er ziemlich begabt ist, was seine magischen Fähigkeiten betrifft und aus einer armen Familie stammt, weiß man nichts über ihn. Das mindert etwas den Lese-Spaß.

Tyen's Handlungsstrang ähnelt dem von Sonea aus dem ersten Band der "Gilde der schwarzen Magier". Er wird betrogen und flieht... und dieses Mal nicht das halbe Buch, sondern das Ganze. Seine Verfolger schaffen es immer wieder mit ihm aufzuholen, bis zum Ende natürlich, wo dann tatsächlich ein bisschen Spannung aufkommt und die Grundlage für die weiteren Bücher geschaffen wird.

Rielle's Handlungsstrang hat mir da schon besser gefallen. Sie lebt in einer Welt, in der Menschen glauben, dass die Magie, die dort genutzt wird, von Engeln stammt und nur von Priestern genutzt werden darf. Frauen ist es strengstens verboten und auch Nicht-Priester werden bestraft. Rielle hat zum Glück mehr Charakter als Tyen und ihr Leben ist deutlich interessanter und besonderer als Tyens. Natürlich findet sie heraus, dass sie Magie benutzen bzw. die schwarzen Flecken, die auch in ihrer Welt existieren, sehen kann und verstrickt sich immer mehr in eine Lügengeschichte..

Dieses Mal spielt auch die Liebe eine große Rolle und die Kunst, was mir sehr gut gefallen hat. Kreativität, so glaubt man, würde helfen Magie zu erzeugen. Ob es stimmt, ist allerdings noch nicht bewiesen. Rielle's Weg habe ich gespannt verfolgt und war am Ende sogar ein wenig überrascht. 

Noch ein paar kleine Anmerkungen:
- Trudi Canavan wiederholt sich noch immer sehr gerne. Dass das keinem Lektor auffällt, wenn sie auf einer Seite die gleichen Formulierungen 5x benutzt, wundert mich..
- ein paar Szenen sind echt unfreiwillig komisch. Besonders die mit Rielle und ihrem perversen Stalker-Mönch. Ich will aber nichts verraten.
- das ganze Buch wirkt wie eine lange Einleitung, aber das Ende macht neugierig, kann aber trotzdem nicht ganz überzeugen - momentan glaube ich nicht, dass ich die Reihe weiterlesen werde.

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