Thursday, 5 June 2014

Lese-Eindrücke #4 (Cronin, Sanderson & Lee)

To Kill a Mockingbird von Harper Lee

Ein Klassiker, den ich schon lange, lange lesen wollte. Hatte hohe Erwartungen an das Buch und nach Beenden war ich, obwohl es meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, zufrieden. Die Erzählperspektive, aus der Sicht eines Kindes, Scout Finch, fand ich sehr erfrischend und gelungen. Das Buch war recht gut runterzulesen und packend, wobei ich zugeben muss, dass ich ein wenig lieber über den Alltag von Scout und ihrem Bruder gelesen habe, als über den Prozess. Das wäre auch ein kleiner Kritikpunkt - das Buch ist zu kurz! Ich hätte ewig über Scouts Aufwachsen, ihr Leben & ihre Gedanken lesen können. 

Allgemein hatte ich ein wenig mehr erwartet und gedacht, dass das Buch einen größeren Eindruck hinterlassen würde. Das war damals, als das Buch veröffentlicht wurde, sicherlich der Fall, aber heutzutage sind wir ja schon etwas weiter und toleranter ;-)


 


The Twelve von Justin Cronin

Von Band 1 war ich bis auf das Ende ausnahmslos begeistert und es war keine Frage, dass ich Teil 2 auch lesen werde. Da ich von dem Buch viel erwartet habe, kam es mit in den Urlaub. Bei Urlaubslektüre mag ich keine Experimente xD
Ich muss zugeben, dass ich meine Probleme hatte reinzukommen, aber auch der 2. Teil der Trilogie konnte mich fesseln und ich habe es sehr genossen die altbekannten Charaktere wiederzutreffen sowie neue Persönlichkeiten kennenzulernen. Was ich bemängeln muss ist, dass Amy viel zu selten eine Rolle spielt und vielmehr zu einem Nebencharakter wird. Ich mag Amy sehr gerne und würde lieber viel mehr von ihr lesen. Alicia nervt mich leider noch immer, aber ich konnte mich mehr mit Peter anfreunden und auch die neuen Charaktere haben mir größtenteils gefallen. 

Das Finale des Buches ist wieder einmal actionreich und spannend und würde sich sicher gut auf der großen Leinwand machen. Ein Glück, dass die Rechte an einer Verfilmung schon lange vergeben sind :-) Ich hab mir noch ein wenig mehr Dramatik gewünscht, aber im Großen und Ganzen fand ich "The Twelve" sehr gelungen und freue mich auf den 3. und letzten Teil.


Warbreaker von Brandon Sanderson


Meine 2. Urlaubslektüre musste natüerlich ein Sanderson-Roman sein, da ich im Moment alles von ihm verschlinge. "Warbreaker" ist eine Seltenheit im Fantasy-Genre --> ein Einzelstück! Davon sollte es mehr geben und allein deshalb war ich schon positiv eingestellt. Das Buch ist ein typischer Sanderson. Wieder einmal hat er seine ganz eigene, neuartige, interessante und verständliche Magie entwickelt, die auf Farben und "breath" beruht. Ich liebe es, wenn man nicht einfach "Magier A wirft Feuerball auf Magier B" hat, sondern magische Fähigkeiten, die erklärt werden und eine gewisse Logik aufweisen. Denn obwohl es Fantasy und nicht an unsere Regeln gebunden ist, hab ich es immer gerne, wenn die fantastischen Elemente in sich schlüssig sind. 

Sanderson schafft es wieder einmal den Leser in die Irre zu führen und zu überraschen, allerdings fand ich die Entwicklung von Vivenna nicht nachvollziehbar genug. Das konnte ich ihm dieses Mal alles nicht abnehmen und ging zu schnell. Außerdem mochte ich Vivenna überhaupt nicht. Da war mit Siri lieber. Der Abschluss hat mich trotzdem zufrieden zurückgelassen und es war angenehm, einmal kein offenes Ende und den Anfang einer Reihe vor sich zu haben.

 

Words of Radiance von Brandon Sanderson

Ich könnte eigentlich fast alles wiederholen, was ich zu Teil 1 geschrieben habe - selten habe ich einen 1000-Seiten-Wälzer so genossen. Kaum Längen (mal abgesehen von den Shallan Interludes) und eine wieder Mal fesselnde Story, in der man mehr Schnipsel aus der Vergangenheit von Roshar, dessen Magie und Bewohnern kennenlernt, sind nur ein paar Pluspunkte, die der Roman aufweist. Am liebsten habe ich wieder einmal über Kaladin gelesen, aber auch die verschiedenen Einschübe zu Personen, die bis jetzt nur lose mit der Geschichte verbunden sind, haben mir gefallen. 

Als 2. Teil einer Reihe, der es meistens schwer hat, da er weder richtigen Anfang, noch richtiges Ende hat, kann "Words of Radiance" auf ganzer Linie überzeugen! 

 

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