Sunday, 9 March 2014

Rezension: The Ocean at the End of the Lane von Neil Gaiman

The Ocean at the End of the Lane
192 Seiten
Verlag: William Morrow
Erscheinungsjahr: 2013
englische Originalausgabe


Kurzbeschreibung

A man returns to the site of his childhood home where, years before, he knew a girl named Lettie Hempstock who showed him the most marvelous, dangerous, and outrageous things, but when he gets there he learns that nothing is as he remembered.  

Eigene Meinung

Neben der einen oder anderen Kurzgeschichte ist dies meine erste Novelle von Neil Gaiman. Die Geschichte ließ sich fix lesen - knapp 200 Seiten sind ja recht wenig, vor allem verglichen mit dem 1000-Seiten-Schinken, den ich vorher gelesen habe. 

Insgesamt ist es eine märchenhafte und auch zum Teil grausame Geschichte, die zwar kurz, aber fein ist und mir gut gefallen hat. Sie wird aus der Sicht vom heute erwachsenen Ich-Erzähler, der namenlos bleibt, erzählt und behandelt Geschehnisse aus seiner Kindheit an die er sich im Hauptteil der Geschichte erinnert. 

Als 7jähriger lebt der Hauptcharakter ziemlich zurückgezogen, verliert sich gerne in seinen Büchern und hat keine Freunde. Ziemlich traurig fand ich, dass niemand zu seiner Geburtstagsparty erschienen ist und er mit seiner Schwester und einer ihrer Freundinnen alleine war. 

Allerdings lernt er schon zu Beginn des Romans die 11jährige Lettie Hempstock kennen, sowie deren Mutter und Großmutter. Bei diesen merkwürdigen und mysteriös wirkenden Frauen fühlt sich der Junge wohl und schließt langsam Freundschaft mit Lettie. 

Obwohl 200 Seiten echt nicht viel sind, schafft es Gaiman seine Charaktere nicht blass erscheinen zu lassen. Vor allem die Hempstock-Frauen haben etwas, dass sie besonders macht und voneinander unterscheidet. Sie wirkten für mich wie echte Persönlichkeiten und blieben nicht farblos. Das gleiche gilt für den Hauptcharakter, dessen Schicksal mir schon nah gegangen ist und dessen Verzweiflung ich als Leser nachvollziehen konnte. Auch macht er eine Entwicklung durch, die für mich plausibel war.

Lettie entscheidet sich dazu, ihn mitzunehmen, um ein Monster zu finden, welches die Bewohner des Ortes tyrannisiert und unschädlich zu machen. Obwohl die Aktion auf den ersten Blick geglückt scheint, ist etwas schief gelaufen.... 

Hier kommen dann auch die fantastischen Elemente ins Spiel und das Leben des Ich-Erzählers ändert sich von einem Moment auf den anderen. Die Geschichte wird düster und die Ängste des Hauptcharakters sind sehr realistisch dargestellt. Man fiebert mit ihm mit und die Spannung wird zum Teil unerträglich. 

Zum Ende hin hat der Ich-Erzähler vielen Versuchungen zu widerstehen, muss seinen Mut finden und erkennt den Wert der Freundschaft.. 

Die Geschichte war in sich stimmig, magisch, überraschend, traurig und gleichzeitig schön. 

Deshalb vergebe ich:



Für 5 hat mir dann doch der ganz große WOW-Effekt gefehlt. Und es hätte gerne länger sein können ;-)

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