Thursday, 23 January 2014

Rezension: The Shining von Stephen King

The Shining
659 Seiten
Verlag: Anchor Books
Erscheinungsjahr: 1977
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
Jack Torrance's new job at the Overlook Hotel is the perfect chance for a fresh start. As the off-season caretaker at the atmospheric old hotel, he'll have plenty of time to spend reconnecting with his family and working on his writing. But as the harsh winter weather sets in, the idyllic location feels ever more remote... and more sinister. And the only one to notice the strange and terrible forces gathering around the Overlook is Danny Torrance, a uniquely gifted five-year-old.


Eigene Meinung
Als Information vorneweg: Das Buch ist seit den Gänsehaut-Romanen, die ich verschlungen habe, als ich 12/13 war und der Kurzgeschichten von Poe, mein erstes richtige Buch aus dem Horror-Genre. Und wahrscheinlich hätte ich es von mir aus gar nicht gekauft - eine gute Freundin hat mir das Buch als Abschiedsgeschenk gegeben. Da ich weder Verfilmung noch grobe Handlung des Buches kannte, bin ich völlig unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen.

Kurz gesagt: Ich hab's verschlungen. Der Erzählstil ist grossartig - King wirft einen direkt ins Geschehen und hält sich nicht mit großer Einleitung auf. Man erfährt auf den ersten Seiten trotzdem eine Menge über Jack Torrance, der sich gerade in einem Bewerbungsgespräch befindet und an dessen Gedankenwelt wir teilhaben dürfen. Im Laufe des Buches wechselt die Sicht - die Geschichte wird abwechselnd aus den Augen von Jack, Wendy, Danny oder einer anderen Person erzählt, was das ganze noch abwechslungsreicher macht. Über die Vergangenheit der Personen, die mal gar nicht so schön ist, erfährt man immer in kurzen Abschnitten, man wird also nicht auf einmal von allem erschlagen. So wird der Lesefluss gar nicht unterbrochen.

Alle 3 Hauptpersonen sind recht interessant und haben ihre Stärken und Schwächen - vor allem Schwächen mit denen sie zu kämpfen haben! Kleine Kinder als Hauptcharaktere habe ich meistens nicht so gerne, weil sie oft nicht ihrem Alter gerecht dargestellt werden oder einfach langweilig sind. Danny ist zwar auch schon weiter als seine 5 Jahre, aber bei ihm ist es nachvollziehbar und es gibt trotzdem genügend (einfache) Sachen, der er nicht versteht. Außerdem mochte ich seine Sicht immer am meisten, aufgrund der vielen gruseligen Szenen. Armes Kind -.-

Der Schauplatz ist ein altes Hotel mit mysteriöser Vergangenheit, das im Winter ziemlich abgeschnitten von der Außenwelt ist und einen Aufpasser braucht - dieser ist Jack Torrance, der mit seiner Familie dort einzieht. Im Hotel angekommen, beginnt es dann gruselig zu werden...

Ich liebe die gruseligen Szenen und überhaupt die Geschehnisse im Hotel - mehr Geschichten sollten in alten Hotels spielen ;-) So viel Potential! Die Spannung ist manchmal unerträglich und die Szenen gruseln einen wirklich und sind meistens originell! Es ist bemerkenswert, wie gut ich mir alles vorstellen konnte und wie lebendig King gezeigt/erzählt hat. 

Obwohl man einige Sachen schon vorhersehen kann oder befürchtet, ist es nicht weniger spannend, wenn sie dann wirklich eintreffen. Die letzten 100 Seiten waren an Spannung nicht zu übertreffen und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Außerdem haben mir, als Fan von Edgar Allan Poe, die sich häufenden Anspielungen zu einer seiner Kurzgeschichte überaus gut gefallen!

Ein klein wenig unzufrieden war ich mit dem Ende - ich hätte mir mehr Reaktionen gewünscht - vom Hotelpersonal zum Beispiel... Aber da hört die Geschichte dann auf einmal auf und überspringt ein paar Monate.

Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und gegruselt! Die Fortsetzung der Reihe, Doctor Sleep, befindet sich schon auf meiner Wunschliste. Hatte auch eine kleine Leseprobe am Ende der Geschichte und denke, dass es genauso spannend weitergehen könnte.

Kleiner Abzug aufgrund des Endes, aber immer noch richtig, richtig gut!


... und jetzt will ich auch die Verfilmung sehen! Obwohl ich weiß, dass Stephen King und viele Buch-Leser sehr unzufrieden damit waren. Ich bin einfach zu neugierig!

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