Tuesday, 7 January 2014

Rezension: The Republic of Thieves. Gentleman Bastard Sequence 3 von Scott Lynch

The Republic of Thieves
598 Seiten
Verlag: Gollancz
Erscheinungsjahr: 2013

1. The Lies of Locke Lamora
2. Red Seas Under Red Skies
3. The Republic of Thieves
4. The Thorn of Emberlain (forthcoming)
5. The Ministry of Necessity (forthcoming)
6. The Mage and the Master Spy (forthcoming)
7. Inherit the Night (forthcoming)

Kurzbeschreibung
With what should have been the greatest heist of their career gone spectacularly sour, Locke and his trusted partner, Jean, have barely escaped with their lives. Or at least Jean has. But Locke is slowly succumbing to a deadly poison that no alchemist or physiker can cure. Yet just as the end is near, a mysterious Bondsmage offers Locke an opportunity that will either save him or finish him off once and for all.

Magi political elections are imminent, and the factions are in need of a pawn. If Locke agrees to play the role, sorcery will be used to purge the venom from his body—though the process will be so excruciating he may well wish for death. Locke is opposed, but two factors cause his will to crumble: Jean’s imploring—and the Bondsmage’s mention of a woman from Locke’s past: Sabetha. She is the love of his life, his equal in skill and wit, and now, his greatest rival.

Locke was smitten with Sabetha from his first glimpse of her as a young fellow orphan and thief-in-training. But after a tumultuous courtship, Sabetha broke away. Now they will reunite in yet another clash of wills. For faced with his one and only match in both love and trickery, Locke must choose whether to fight Sabetha—or to woo her. It is a decision on which both their lives may depend.


Eigene Meinung 
Lange habe ich gespannt auf die Fortsetzung gewartet und da ich die ersten 2 Teile unglaublich toll fand, waren meine Erwartungen an Band 3 entsprechend hoch. Diese Erwartungen konnte die Geschichte dieses Mal leider, leider nicht erfüllen. Insgesamt zu langatmig, zu wenig Spannung und zu viel Rumgeeiere zwischen Locke und Sabetha. Sabetha ist leider einer der Hauptgründe, weshalb mir das Buch nicht gut gefallen hat. Sie nimmt zu viel Raum ein und ist für mich kein interessanter und ansprechender Charakter. 

In den Interludes geht es dieses Mal darum, wie Locke und Sabetha sich kennengelernt haben und wie sich ihre Beziehung über die Jahre entwickelt hat. Die Hauptstory der Interludes, die Aufführung eines Theaterstückes und die damit verbundenen Probleme, wirken auf mich viel zu unwichtig und größtenteils langweilig, bis auf wenige Szenen. Das Ende der Interludes kommt zu plötzlich und wirkte merkwürdig unvollständig. Man fragt sich, was das alles für einen Sinn hatte. Warum Lynch diese Geschichte gewählt hat. 

Die Hauptstory, die sich dieses Mal hauptsächlich um politische Angelegenheiten dreht, hatte Potential aber verläuft leider viel zu ereignislos und spannungsarm. Außerdem hatte ich Probleme damit, den Sinn in der manipulierten Wahl und dem ganzen Aufwand zu erkennen, trotz Erklärungen der Bondsmagi. Sabethas und Lockes Szenen haben mich die meiste Zeit eher genervt als unterhalten und ich finde, dass die Interaktionen zwischen Jean und Locke, die ich immer großartig fand, auf der Strecke bleiben. Jean bleibt insgesamt in diesem Buch im Hintergrund und wirkt leider auf mich viel zu blass. Schade. Die Dialoge zwischen Jean und Locke waren immer ein großer Pluspunkt der vorherigen Bände.

Erst gegen Ende nimmt das Buch an Fahrt auf und man erlebt den einen oder anderen WTF-Moment. Was das ist, verrate ich natürlich nicht, aber die Informationen, die wir bekommen, vor allem die Prophezeiungen und Andeutungen zu dem, was die Bondsmagi fürchten, haben mich wieder neugierig gemacht auf die nächsten Bücher. Das Ende ist natürlich offen und lässt kommende Konflikte erahnen. 

Ich hoffe, dass Band 3 nur ein Ausrutscher einer ansonsten genialen Reihe ist und warte auf Band 4. Meine Erwartungen sind jetzt zwar etwas runtergeschraubt, aber vielleicht ist das gar nicht schlecht. 



Habe mich aufgrund der besseren letzten 100 Seiten und der Tatsache, dass ich schon viel, viel schlechteres gelesen habe, doch für 3 Sterne entschieden.

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