Wednesday, 4 July 2012

Rezension: Empress. Godspeaker Trilogy 1 von Karen Miller

Empress
717 Seiten
Verlag:  Little, Brown Book Group
Erscheinungsjahr: 2008
englische Ausgabe

1. Empress
2. The Riven Kingdom
3. The Hammer of God

Kurzbeschreibung
When a scrawny, unwanted child - so lowly that she does not even have a name - is sold into slavery, a chain of events is set in motion that will have a profound impact on all the civilised world. Naming herself 'Hekat', the girl is taken in chains to Mijak's largest city, but makes a bargain with a ruthless god and escapes her captors. After she saves the life of a warlord, he takes her in and teaches her ways that an orphan might use to prosper in an uncaring world. 

Eigene Meinung 
Empress ist eines der Bücher, die mich zwiegespalten zurücklassen.
Die Geschichte spielt in einem Land namens "Mijak", das in verschiedene Herrschaftszonen aufgeteilt ist, die alle von jeweils einem Warlord regiert werden. Die Welt wird nicht allzu detailliert beschrieben, aber ich habe den Eindruck bekommen, dass es orientalisch angehaucht ist. Wüstengebiete scheinen weit verbreitet zu sein.
Die Hauptperson der Geschichte ist Hekat, die man in ihrer Kindheit kennen lernt, als sie gerade an einen Sklavenhändler verramscht wird. Frauen haben im Norden, dort wo sie aufgewachsen ist, keinen Wert und bekommen deshalb auch keine Namen. Sie selbst nennt sich "Hekat", als der Händler nach ihrem Namen fragt.

Und dann fängts richtig an. Aus noch unbekannten Gründen hält der Sklavenhändler Hekat für besonders und lässt sie teilhaben an seinem Luxus. Das steigt der Kleinen schon ziemlich zu Kopf und sie entwickelt erste Anzeichen von Arroganz. Mal abgesehen davon bleibt Hekat aber den ersten Teil der Geschichte ziemlich blass und emotionslos. Der Leser fühlt sich sehr distanziert und die Nebencharaktere können leider auch nicht überzeugen. Bis auf Vortka, der zu Beginn nur kurz auftritt und später aber eine große Rolle spielt.

Magie gibt es in der Geschichte auch, ausgeübt durch die sogenannten Godspeaker, welche die Stimme Gottes hören können und durch seine Kraft Menschen bestrafen können. Leider wird das ganze Konzept nicht genügend erklärt. Auch auf den alles beherrschende Gott wird wenig eingegangen. Einige wenige (u.a. Hekat natürlich) sind dazu auserwählt, seine Stimme zu hören. Warum und weshalb, ist nicht klar, oder nicht wichtig.

Hekat entwickelt sich zu einem richtigen Miststück. Sie ist ohne Ende ambitioniert, skrupellos und liebt es zu töten. Eine Superkämpferin wird sie auch. Sozusagen eine "Evil Mary Sue". Außerdem kommt sie allen Wünschen des Gottes nach, ohne sie zu hinterfragen.

Die Handlung ist an vielen Stellen vorhersehbar, an vielen auch nicht. Die Protagonisten sind alle angetrieben vom Wort des Gottes. Vortka ist ein ganz gutes Gegenstück zu Hekat, denn obwohl er selbst die Stimme Gottes hört und auch immer gehorcht, zweifelt er und ist menschlicher als Hekat.

Ist zwar interessant mal aus der Perspektive der "Bösen" zu lesen, aber zum Ende hin wars mir dann doch etwas zu viel Gemetzel.

Was mich nach einer Weile tierisch genervt hat, waren Wiederholungen...
"Hekat is beautiful and precious"
"The god sees you in its eye"
"The god will smite you"
......
Und das auf sicher jeder 2. Seite -.-

Noch bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich weiterlesen werde. Ich tendiere zu "Nein" :D


2 comments:

  1. Huch. Das Buch habe ich auf Deutsch schon seit Ewigkeiten auf meinem SuB und ich habe mich erst vorgestern dazu entschieden, es demnächst zu lesen. Trotz deiner fehlenden Begeisterung werde ich es dennoch lesen, aber es ist gut, mal ne andere Meinung dazu zu haben. Ich behalte genannte Aspekte beim Lesen im Kopf.

    Liebe Grüße,
    Nazurka

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    Replies
    1. Halloo =)
      Super, bin gespannt, was du dann dazu sagst! Die Meinungen scheinen ja ziemlich auseinander zu gehen. Von absolut begeistert bis zu grottig schlecht.
      Ich bin so dazwischen :D

      Sag mal studierst du jetzt eigentlich oder gibts andere Pläne?

      liebe Grüße =)

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