Monday, 16 January 2012

Rezension: Thief with no Shadow von Emily Gee

Thief with no Shadow
463 Seiten
Verlag: Solaris
Erscheinungsjahr: 2007
englische Ausgabe

Es handelt sich um einen Einzelband.

Kurzbeschreibung
Melke is a wraith, which means she has the abilty to walk unseen. After being forced to steal a necklace, she is hunted down by the victim of the crime, Bastian sal Vere. He explains that the necklace was strung with tears, and that without it, Bastian cannot break the curse that is destroying his family. He orders Melke to regain the necklace, in exchange for her brother to be healed. But she had given the necklace to the salamanders, the fire breathing creatures that live underground.

Eigene Meinung 
Das Buch stand schon Jahre lang auf meiner Wunschliste und nachdem ich es endlich bestellt hatte und es nach Wochen endlich ankam, habe ich sofort angefangen es zu lesen. Die ersten Seiten, oder besser gesagt die Hälfte des Buches ließ sich sehr schnell lesen. Es beginnt ohne großartige Erklärungen direkt mitten in einer spannenden Szene und die Spannung lässt auch erstmal nicht nach. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von 2 Personen geschrieben. Einmal gibt es da Melke, die eigentliche Hauptperson der Geschichte und ein "wraith", das heißt sie hat die Fähigkeit sich unsichtbar zu machen. Diese Fähigkeit ist allerdings nicht gerne gesehen und in Teilen des Landes werden wraiths getötet. Melke hat ihre Fähigkeit nie benutzt und schlechtes getan. Bis auf 1x. Und dann gibt es Bastian, derjenige, der von Melke beklaut wird. Im Laufe der Geschichte lernen wir ziemlich wenige Charaktere kennen. es dreht sich größtenteils um Melke und ihren Bruder sowie Bastian und seine Schwester Liana. 


Insgesamt fand ich die Charakterzeichnung und die Interaktion der Charaktere sehr gelungen. Sie alle machen im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch und besonders ihre Emotionen sind sehr gut beschrieben. Was mir weniger gefallen hat ist, dass es gegen Ende leider etwas zu viel wurde. Die Charaktere ertranken alle in Selbstmitleid und Selbsthass und haben einfach alle ein Brett vorm Kopf gehabt. Die leiden alle in einem durch. Manchmal hätte ich die alle gerne mit den Köpfen zusammengeschlagen. 


Schade ist, dass vom setting, von der Welt, sehr wenig erzählt wird. Es gibt noch nicht einmal eine Landkarte. Man weiß nur, dass es verschiedene Königreiche gibt und verschiedene Wesen, wie zum Beispiel diese Mischung aus Salamandern und Menschen und das wars. Ich hätte gerne etwas mehr über Kultur und Geschichte gelesen. Noch dazu bleibt die Grundstimmung das ganze Buch sehr düster und deprimierend. Der Ort an dem die 4 Charas sich aufhalten ist eine alte, Farm, ein Ort, der früher wunderschön war und wo jetzt durch einen Fluch kein Regen mir fällt und der immer mehr verfällt. Die Stimmung ist mir zum Teil etwas zu sehr bedrückend gewesen und ein bisschen Humor hätte sicher nicht geschadet.


Einige Menschen in der Geschichte besitzen bestimmte magische Fähigkeiten - neben der Fähigkeit sich unsichtbar zu machen, gibt es die Fähigkeit mit Tieren zu sprechen und zu Heilen. Jedoch wurde nicht viel darüber erzählt. Ich hätte gerne mehr über Lianas Heil-Fähigkeiten gelesen und verstanden, wie genau diese funktionieren. 


Was gar nicht ging, waren die sehr speziellen Sex-Szenen, oder besser Vergewaltigungsszenen. Ich hab nichts gegen Sex-Szenen aber ich mag nicht lesen, wie jemand von einem Wassermonster durchgebumst wird oder jemand sich an den Nippeln einer Salamander-Frau die Zunge verbrennt. Äh ne. Das hatte fast schon Fanfiction-Niveau.


..Aber mal abgesehen davon war es eine Geschichte mit interessanten Charakteren, die angenehm zu lesen war. UND die abgeschlossen ist und sogar ein zufriedenstellendes Ende hat. 

Ich habs gerne gelesen!

No comments:

Post a Comment