Saturday, 7 January 2012

Rezension: The Broken Kingdoms. Inheritance Trilogy 2 von N.K. Jemisin

The Broken Kingdoms
384 Seiten
Verlag: Orbit
Erscheinungsjahr: 2010
englische Ausgabe

1. The Hundred Thousand Kingdoms
2. The Broken Kingdoms
3. The Kingdom of Gods


Kurzbeschreibung
In the city of Shadow, beneath the World Tree, alleyways shimmer with magic and godlings live hidden among mortalkind. Oree Shoth, a blind artist, takes in a strange homeless man on an impulse. This act of kindness engulfs Oree in a nightmarish conspiracy. Someone, somehow, is murdering godlings, leaving their desecrated bodies all over the city. And Oree's guest is at the heart of it... 

Eigene Meinung 
Der zweite Teil spielt genau 10 Jahre nach dem Ende des 1. Teils und kann, wie dieser, auch als Einzelband gelesen werden. Die Hauptcharaktere sind andere, aber die Protagonisten aus Teil 1 haben hin und wieder ihre kleinen Auftritte. Sicher ist das Wissen darüber, was in Teil 1 geschieht, hilfreich, aber man braucht es nicht zwingend, da fast alles nochmal erklärt wird.

Die Hauptperson, Oree, ist eine blinde Künstlerin, die in der Stadt unter dem World Tree lebt und sich dort durch den Verkauf von Souvenirs über Wasser hält. Ihre eigentliche Liebe gehört aber dem Zeichnen. Ich hab mich gefragt, wie es einer blinden Person möglich sein soll, zu zeichnen, aber natürlich wird schnell aufgeklärt, dass Oree gar nicht komplett blind ist. Sie kann nämlich Magie sehen. Genauso wie Menschen, die Magie wirken (d.h. vor allem godlings) und in der Stadt in der sie lebt, ist die Magie sehr präsent. Sie nimmt also Magie als bestimmte Farben und Umrisse war und das Konzept fand ich ziemlich interessant. So gibt es zwar recht wenige Ortsbeschreibungen, da die Geschichte aus Oree's Perspektive erzählt wird, aber die Erklärungen, die wir bekommen, sind recht innovativ. Also wie gesagt - die Idee finde ich gut, genauso wie der Schreibstil, der etwas komplizierter ist, als der Durchschnitt, aber trotzdem angenehm zu lesen war.

Trotzdem war ich vom kompletten Werk ein bisschen enttäuscht. Nach dem starken ersten Band hatte ich besseres erwartet. Erstmal hatte ich ein kleines Problem mit den Protagonisten. Oree ist eigentlich sehr sympathisch, aber trotzdem wirkt sie, genau wie der Rest, etwas blass. Deshalb habe ich mit ihr nicht so mitgefiebert wie zum Beispiel mit Yeine im ersten Teil. Die anderen Charaktere haben bei mir auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen und deshalb war mir ihr Schicksal ziemlich egal. Allein Shiny war noch einigermaßen interessant.

Vor allem die Storyline fand ich nicht gelungen. Man hüpft von Szene zu Szene, vieles wirkt zusammenhanglos und entweder wird zu viel erklärt oder aber man bekommt zu wenig Informationen. Ich hätte zum Beispiel gerne mehr über Oree's Magie gelesen.
Viele Szenen wirken hektisch und zu schnell abgehandelt.

Zum Ende hin wird es nochmal emotionaler und ich muss zugeben, dass mich dort einige Szenen wieder überrascht haben. Trotz schöner Ideen und schöner Sprache konnte mich die Geschichte nicht so fesseln wie der erste Teil.


Den letzten Teil der Trilogie werde ich aber trotzdem noch lesen. Ich bin gespannt um wen es dort geht.

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