Friday, 4 November 2011

Rezension: Lord of the Shadows. Second Sons 3 von Jennifer Fallon

Lord of the Shadows
569 Seiten
Verlag: Bantam Spectra
Erscheinungsjahr: 2004
englische Ausgabe

Komplette Second Sons Trilogie
1.The Lion of Senet
2.The Eye of the Labyrinth
3.Lord of the Shadows

Kurzbeschreibung
Darkness threatens Ranadon again in the form of an eclipse. The Goddess wants to give the people of Ranadon a sign—and only Dirk Provin can interpret it. To do so, Dirk has systematically betrayed his one-time allies to join his most hated enemies. Now, with neither side trusting him, Dirk sets his own devious plot in motion

Senet’s Crippled Prince, Misha, has found unexpected and tenuous sanctuary among the Baenlanders of Mil. To secure their trust, he offers them the one thing they cannot refuse. Meanwhile, Alenor, Queen of Dhevyn, betrayed by her husband, Kirsh, and Tia Veran, deceived by Dirk, set out for revenge and to finally free their people at any cost. As the second sons and the rest of their generation
pursue different paths to survival and freedom, they discover that the will of the Goddess—and of men—works in mysterious ways. And as Dirk’s old enemies join with new ones, his attempt to save Ranadon may cost him his friends, his love...and his life.



Eigene Meinung
Jetzt ist es soweit - ich habe tatsächlich alle Bücher von Jennifer Fallon gelesen. Ein bisschen traurig war ich schon, als ich das Buch zugeklappt habe. Aber ich weiß ja auch, dass die Frau noch fleißig am Schreiben ist und hoffentlich so schnell nicht aufhört.
Die Second Sons Trilogie unterscheidet sich vom Setting her sehr von allen anderen Fallon-Büchern. Die Welt ist zwar eine ausgedachte, aber es gibt keine Magie, nichts Magisches - eigentlich sind da nur die 2 Sonnen, die dem Setting einen Touch Science Fiction geben. Und dann wär da natürlich die Göttin, die über Ranadon wacht. Glaubt man jedenfalls.
Auch die Charaktere haben keine magischen Fähigkeiten. Im Großen und Ganzes ist es schwer die Geschichte einem bestimmten Genre zuzuordnen. 

Insgesamt ist die Trilogie aber absolut empfehlenwert. Hat nur kleine Mängel, auf die ich später eingehen werde und kann vor allem durch die Charaktere überzeugen. Allen voran Dirk Provin, die Hauptperson, die trotz doofem Namen einfach nur faszinierend ist. Dirk ist unglaublich intelligent und clever - wohl einer der cleversten Menschen überhaupt und kann sich aus allen Situationen herausreden bzw. findet immer eine Lösung. Das tolle daran ist, dass der Leser das wirklich nachvollziehen kann. Dirk trifft Entscheidungen, auf die man selbst nie gekommen wäre.
Ich finde, es ist eine Meisterleistung einen solchen Charakter zu erschaffen und das spricht sehr für die Autorin.

Die Dialoge sind ganz große klasse - geistreich, witzig, tiefgehend.. aber nie statisch oder langweilig. Genauso wie der Storyaufbau an sich. Es wird wieder einmal aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und jeder hat seine eigenen Ziele und versucht zu intrigieren. Man durchschaut nicht alles sofort und kommt zum Teil erst später darauf, auf welcher Seite die Personen stehen (und ob überhaupt..).


Die Spannung ist dadurch immer da und alles arbeitet auf den großen Showdown hin. Doch hier hab ich das erste Mal etwas zu mäkeln. Es gibt keinen wirklichen Showdown. Am Ende ist alles zu einfach gelöst, wenn man mich fragt. Ich hatte irgendeine ganz überraschende Auflösung erwartet, irgendetwas vergleichbares zu den unglaublichen Cliffhangern in der Tide Lord-Reihe. Das gab es aber leider nicht. 


Das Ende hat mich noch immer neugierig darauf gemacht, was jetzt mit den Charakteren passiert. Ich hätte noch gerne weitergelesen - besonders darüber, was in den Ruinen von Omaxin noch so alles passiert ist, hätte mich interessiert.


Trotzdem bin ich insgesamt sehr zufrieden mit einer sehr intelligenten, spannenden Geschichte, die einmal ganz ohne Magie auskommt und in der es viel mehr um den Glauben der Menschen, zum Teil schon Fanatismus, geht.




zu den Zitaten..HIER

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