Thursday, 28 July 2011

Rezension: Das Kind der Stürme von Juliet Marillier

Das Kind der Stürme
746 Seiten
Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2003
deutsche Ausgabe

Kurzbeschreibung
Im dritten Band ist Fainne, eine verschollene Enkelin von Sorcha, die zentrale Figur. Seit dem Tod ihrer Mutter wird sie von ihrem Vater, einem abtrünnigen Druiden, in völliger Abgeschiedenheit großgezogen und zu einer machtvollen Zauberin ausgebildet. Erst als junges Mädchen erfährt sie von ihrer Herkunft. Auf Wunsch ihres Vaters soll die widerstrebende Fainne nun ihre einflussreiche Familie kennen lernen und ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen. Doch Fainne ist nicht nur die Enkelin Sorchas von Sevenwaters, ihre andere Großmutter ist die Hexe Oonagh, bereits aus dem ersten Band bekannt. Oonagh sieht nun ihre Chance zur Rache gekommen und betraut Fainne mit einem furchtbaren Auftrag.

Eigene Meinung 
Leider habe ich mich mit dem Buch sehr schwer getan. Ich hatte es schon letztes Jahr begonnen, aber dann nach einem Viertel das Interesse verloren. Jetzt habe ich mir aber vorgenommen, meinen angefangenen Büchern allen nochmal eine Chance zu geben und "Das Kind der Stürme" kam zuerst an die Reihe.
Zunächst muss ich erwähnen, dass ich die ersten beiden Bände der Reihe sehr gerne gelesen habe und von beiden sehr begeistert war. Die Geschichten haben mich sehr berührt, die Hauptpersonen konnte man nur gern haben und das märchenhafte Setting sowie die Sprache konnten mich voll und ganz überzeugen.
Leider ist es so nicht mit Teil 3 gewesen. Es fängt zwar sehr stimmungsvoll an und die neue Hauptperson, Fainne, wirkt auf den ersten Blick ganz sympathisch. Ich hab gerne über ihre "Ausbildung" und ihr Leben gelesen und fand es ganz interessant, dass die Geschichte einmal nicht in Sevenwaters begann. Schnell ergibt sich jedoch ein Konflikt und mit der neuen Konstellation hatte ich so meine Probleme. Es war einfach nicht die Story, die ich mir gewünscht hatte. Und obwohl Fainne sich zu einem Charakter entwickelt, der nicht nur gute Entscheidungen trifft, wächst sie mir nicht ans Herz, so wie es bei den früheren Protagonistinnen war. Demnach war es mir auch nicht so wichtig, was mit ihr passierte und ich hab mit immer weniger Interesse gelesen.
Gefreut habe ich mich allerdings, als die altbekannten Personen aus Teil 1 und 2 sowie Sevenwaters als Schauplatz aufgetaucht sind. Es hatte sofort etwas vertrautes und hat mir mehr Spaß gemacht zu lesen. Leider spielt die Handlungs nicht lange dort und Fainne zieht schon bald weiter. Nach ihren "Spielchen" mit Eamonn habe ich das Buch erstmal unterbrochen.


...und innerhalb der letzten 3-4 Tage dann endlich beendet. Es ließ sich dann doch relativ leicht zu Ende lesen und obwohl einige rührende Szenen dabei sind, die Marillier wirklich gut beschreiben kann, konnte mich das Buch nicht mehr so recht begeistern. Auch habe ich bemerkt, dass mich die Sprache hier manchmal genervt hat. Einfach zu schwülstig und altertümlich. Kann ich leider nicht immer haben und ist mir bei Teil 1+2 nicht so extrem aufgefallen. 
Fainnes Gedankengänge sind oft ermüdend, da sie sich wiederholen und oft kann man ihre Handlungen und auch die der anderen Personen nicht nachvollziehen. Ich finds nicht glaubhaft, wenn die böse Antagonistin ihren Feinden erstmal groß und breit erklärt, wie genau sie diese jetzt töten will und auch die zum Teil sehr langen Gespräche der verfeindeten Truppen wirken hölzern und unrealistisch, da sie viel zu lange Monologe enthalten. 
Übrigens wusste die Autorin gegen Ende wohl auch nicht, wie sie eine bestimmte Person loswerden sollte. Ich habe mich etwas darüber geärgert, dass ein wichtiger Antagonist, der eine große Rolle spielte, die das ganze Buch lang betont wurde, einfach so um die Ecke gebracht wurde. An sich kein Problem, Menschen sterben. Aber wenn der Tod herbeigeführt wird, durch eine Aktion, die im kompletten Gegensatz zum Charakter der Person steht, find ich das nicht mehr gut, da nicht nachvollziehbar. 


Ich habe schon schlechtere Bücher gelesen und es hatte auch seine schönen Szenen. Allerdings zu viele unnachvollziehbare Handlungen und eine Protagonistin, mit der ich nicht mitfiebern konnte. Insgesamt eher enttäuschend.

2 comments:

  1. Ich fand es auch deutlich schwächer als die ersten beiden Teile, aber dennoch ein gutes Buch. Ich bin aber allgemein ein großer Marillier-Anhänger ;)

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  2. Hallo!

    Ich hatte wahrscheinlich zu viel erwartet nach den so tollen ersten Bänden. Werde die Reihe aber auf jeden Fall weiterlesen!

    lg

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