Wednesday, 15 June 2011

Rezension: The Inheritance von Robin Hobb&Megan Lindholm

The Inheritance
400 Seiten
Verlag: Harper Voyager
Erscheinungsjahr: 2011
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
A collection of novellas and stories from one of the most critically acclaimed authors in the fantasy genre, Robin Hobb. Including work written under her pseudonym, Megan Lindholm.
Bingtown heiresses rub shoulders in this wonderful collection with vampires and alien musicians, tramps and feral cats.


Eigene Meinung
Normalerweise bin ich kein Fan von Anthologien. Aber bei Büchern von Robin Hobb bzw. Megan Lindholm schaue ich gar nicht mehr, um was es geht, sondern kaufe einfach.
Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. 
Die Kurzgeschichtensammlung beginnt mit 7 mehr oder weniger langen Megan Lindholm-Geschichten. Und obwohl keine davon dem Fantasy-Genre angehört, haben mich alle gefesselt. Besonders gut hat mir die erste Geschichte, A Touch of Lavender gefallen, die in Seattle spielt und zum Science-Fiction-Genre gehört. Ich konnte mich wie immer sofort sehr gut in die Charaktere der Autorin einfühlen und war fasziniert von den schönen Ideen. Obwohl die Geschichte oft sehr traurig und melancholisch ist, hat mich das Ende zufrieden gestellt und glücklich gemacht. 
Auch ganz besgeistert hat mich die Geschichte Strays. Der Schauplatz ist auch irgendwo in Amerika, in einer nicht so ungefährlichen Gegend und die Hauptpersonen sind 2 kleine Mädchen, von denen eines sich um die Katzen in der Umgebung kümmert und zu Hause von ihren Eltern vernachlässigt und misshandelt wird. Jedenfalls ist auch die Geschichte ziemlich traurig und schockierend. Aber gleichzeitig auch unglaublich rührend. Eine Stärke der Autorin ist es auf jeden Fall, Emotionen beim Leser zu wecken. Es lässt einen nicht kalt.
Am wenigsten hat mir die Geschichte Finis gefallen, obwohl man positiv vermerken muss, dass die Autorin sich hier bemüht, eine alternative Sicht auf Vampire zu beschreiben. Leider bin ich aber trotzdem kein Vampir-Fan. 

Es gibt zwar nur 3 Robin Hobb-Geschichten, aber die sind ungefähr genauso lang, wie die 7 ersten Geschichten.
Es beginnt mit einer Geschichte, die in Tagebuch-Form geschrieben ist und von den ersten (unfreiwilligen) Besiedlungen der Rain Wilds handelt. Leser der "Zauberschiffe" müssten diese wiedererkennen. Ich muss zugeben, dass ich erst nicht angetan war von der Schreibweise und auch die Autorin war mir nicht wirklich sympathisch. Das ändert sich aber nach ein paar Seiten und ich habe mit wachsendem Interesse von den Abenteuern der Charaktere gelesen. Ich bin eh ein großer Fan von den Rain Wilds und hab mich gefreut zusätzliche Informationen darüber zu bekommen. Besonders das Ende hat mich sehr überzeugt und war wieder unglaublich einfühlsam beschrieben.

Die letzte Geschichte der Anthologie hat mir von den 3 Hobb's am besten gefallen. Cat's Meat spielt in der Nähe von Buckkeep Town und wie der Name schon sagt, spielt hier unter anderem ein Kater die Hauptrolle. Ein Kater namens Marmalade.. wie süß ist das?  
Es geht um eine junge Frau namens Rosemary (nein, ich glaube nicht die Rosemary aus den Fitz-Büchern) und ihren 3jährigen Sohn, die auf einem kleinen Cottage leben und durch Rosemary's Einsatz recht gut über die Runden kommen. Der Vater des Jungen, Pell, war ein Nichtsnutz, der nur gut aussehen konnte und Rosemary vor der Geburt des Kindes verlassen hat. Nun ist er aber zurück. Und bringt alles durcheinander. Rosemary hat Angst und will ihn loswerden. Doch wie? Hier kommt der schlaue Kater ins Spiel, der natürlich auch vom Eindringling genervt ist und das ruhige Leben von früher zurückhaben möchte. 
Ich liebe Katzen und hab die Geschichte auch deshalb sehr gerne gelesen. Jedoch hat mich vor allem das Ende der Geschichte total überrascht. So sind Katzen ;-)

Die Anthologie ist empfehlenswert und das nicht nur für Robin Hobb/Megan Lindholm-Fans, da man keine Vorkenntnisse braucht, um die Geschichten zu verstehen. Leider weiß ich noch nichts von einer Übersetzung. 


2 comments:

  1. hallöchen,
    vielen dank für deinen kommentar bei mir :-)
    habe mich als leser hinzugefügt, und gleich auch auf meinem blog verlinkt .-)
    einen schönen blog hast du ...
    lg angela :-)

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  2. Ich habe das Buch ebenfalls daheim, bin aber leider noch nicht zum lesen gekommen.
    Wie Du schaue ich aber gar nicht großartig hin, wenn dieser Autorenname drauf steht. Übrigens lese ich sowohl Robin Hobb als auch Megan Lindholm sehr, sehr gerne. Wenn ich lese, was Du beschreibst, juckt es mir richtig in den Fingern!
    Nächstes Jahr gibt es wieder eine deutsche Übersetzung der Autorin.

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