Saturday, 14 May 2011

Rezension: The Wise Man's Fear. Kingkiller Chronicle 2 von Patrick Rothfuss

The Wise Man's Fear
994 Seiten
Verlag: DAW
Erscheinungsjahr: 2011
englische Ausgabe


Kurzbeschreibung
Now in The Wise Man's Fear, Day Two of The Kingkiller Chronicle, an escalating rivalry with a powerful member of the nobility forces Kvothe to leave the University and seek his fortune abroad. Adrift, penniless, and alone, he travels to Vintas, where he quickly becomes entangled in the politics of courtly society. While attempting to curry favor with a powerful noble, Kvothe uncovers an assassination attempt, comes into conflict with a rival arcanist, and leads a group of mercenaries into the wild, in an attempt to solve the mystery of who (or what) is waylaying travelers on the King's road.


Eigene Meinung
The Wise Man's Fear ist mit fast 1000 Seiten ein überaus dicker Schinken. Normalerweise sind bei so vielen Seiten immer einige Längen dabei. Noch dazu kommt, dass es der 2. Teil einer Trilogie ist und meine Erfahrungen bestätigen, dass gerade die Mittelteile immer etwas abfallen im Vergleich zu Teil 1 und 3.
Nicht so bei The Wise Man's Fear. Das Buch ist grandios, hat absolut keine Längen und hat meine hohen Erwartungen nach Teil 1 voll und ganz erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen.
Ich hab immer am liebsten über die Universität gelesen und deshalb fand ichs klasse, dass die Geschichte direkt dort wieder einsteigt und wir eine lange Zeit dort verbringen. Es liest sich dank Rorthfuss' fantastischem Schreibstil wie im Flug und ich musste mich manchmal selbst bremsen, damit ich das Buch länger genießen kann. An der Universität setzt Kvothe seine Suche nach Informationen über die Chandrian weiter fort und besucht einen Kurs bei Elodin, um den Namen des Windes zu lernen. Elodin ist neben Kvothe selbst einer meiner Lieblingscharaktere geworden und ich liebe alle seine Szenen im Buch. Er steht einfach immer an der Schwelle zum Wahnsinn, aber ist trotzdem ein Genie und hat einen tollen Humor. Meine Lieblingsszene war die mit Kvothe und Elodin auf dem Dach der Universität.
Nach einiger Zeit ändert sich allerdings der Schauplatz, Kvothe unterbricht sein Studium und macht sich auf in die große weite Welt, um "Berater" des reichen und mächtigen Maer Alveron zu werden. Was ich gut dabei finde ist, dass Rothfuss die sehr lange Reise kurz auf einer halben Seite zusammenfasst und nicht weiter ausführt.
Der Teil in Severen hat mir auch sehr gut gefallen. Kvothe muss in der Welt des Adels klar kommen und entdeckt die eine oder andere Verschwörung. Dieser Teil in Severen beinhaltet relativ wenig actionreiche Szenen, was aber gar nicht stört. Man ist so in der Geschichte drin und kann sich so gut in Kvothe einfühlen, dass man jede Information aufsaugt und das Buch nicht mehr weglegen mag.
Ein neuer Charakter, der später eingeführt wird, ist Tempi, ein Adem-warrior. Ich liebe die Adem. Rothfuss hat da ein sehr interessantes und innovatives Volk erfunden. Die Adem haben nicht nur komplett andere Bräuche als wir, zum Beispiel drücken sie ihre Gefühle mit ihren Händen aus, sondern auch ganz andere Ansichten, zum Beispiel was die Schwangerschaft einer Frau betrifft.. Die Zeit, die Kvothe bei den Adem verbringt und dort ihren traditionellen Schwertkampf lernt, hab ich genauso gerne gelesen, wie alles andere, weil dort eine ganz andere, fast schon befremdliche Atmosphäre herrscht. Besonders toll fand ich den sword tree, mit Blättern, so scharf wie Schwertern.
Der Autor hat einfach so viel Fantasie und so viele tolle Ideen, wie den Cthaeh, Kvothe's Umhang, der auf nicht so herkömmliche Weise hergestellt wurde und vor allem diese "Truhe" der Lackless-Familie, die einfach niemand öffnen kann.. Auch die Geschichte über den Jungen, der den Mond stahl, fand ich soooo toll!
Ich liebe die ganze Geschichte und ihre Erzählweise, die vielen fantastischen Ideen, die vielen Geheimnisse, die überraschenden Momente und vor allem liebe ich die Hauptperson Kvothe, denn er tut nie das, was man von ihm erwartet.
Bis jetzt ist das Buch mein Highlight 2011. Es wird schwer sein diese Geschichte noch zu toppen!


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