Monday, 4 April 2011

Rezension: Lord of Snow and Shadows. Tears of Artamon 1 von Sarah Ash

Lord of Snow and Shadows
704 Seiten
Verlag: Spectra
Erscheinungsjahr: 2004
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
Young hero Gavril is working as portrait-painter to the lords and ladies of Muscobar, a dukedom with a Renaissance flavour. Little does he know that his true father is Lord Volkh, the "Drakhaon" of a far more grim realm in wintry Azhkendir. Volkh's murder brings Gavril not only the throne--forced on him by dourly loyal henchmen--but demonic powers which exact a terrible price. Physical transformation is only the beginning. Yet it seems these powers must be used, because Ashkendir is threatened by spies, traitors, the vengeful spirit of Volkh himself, and external invasion[...]


Eigene Meinung
Das Buch habe ich größtenteils wegen des schönen Titelbildes gekauft. Etwas, was ich sonst eigentlich nie mache.. Aber ich fand es wirklich hübsch.
Von der Beschreibung her fand ich es nicht soo spannend und leider konnte mich das Buch auch nicht wirklich begeistern. Es war nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich so, dass ich jetzt unbedingt schnell die nächsten Teile lesen muss.

Die Welt, die von Ash erfunden wird, erinnert an Russland. Sogar die Namen leiten sich von russischen ab. Die Atmosphäre, die geschaffen wird, gefiel mir recht gut, da ich winterliche Welten sehr gerne mag.

Ash versucht innovativ zu schreiben, versucht etwas neues zu entwickeln und mit Rätseln und Geheimnissen den Leser zu überraschen. Leider gelingt das nicht immer. Vieles ist vorhersehbar und deshalb verliert die Geschichte einiges an Spannung.

Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die mir leider nicht alle gefallen haben. Die Kapitel aus der Sicht von Gavril's Mutter fand ich sehr, sehr einschläfernd.. Genauso wie zum Teil die Gavril Kapitel. Kiukiu, eine andere Hauptperson, ist mir am Anfang sehr sympathisch gewesen, aber entwickelt sich für meinen Geschmack in eine nicht so gute, klischeehafte Richtung.

Auch andere Charaktere finde ich nicht so gut dargestellt. Man durchschaut einfach jeden zu leicht und merkt schon recht früh, wer welche Ziele hat. Es gibt zu wenig "graue" Charaktere. Eigentlich ist da nur einer, bei dem man nicht sicher ist, welche Motive er hat und den man nicht in eine Schublade stecken konnte..

Die Geschichte hat ziemlich viele Längen, die ich wohl deshalb so empfunden habe, weil ich mit kaum einem Charakter mitfiebern konnte und es wenige spannende Momente gab.
Das Ende konnte mich wieder ein wenig versöhnen, da es sehr dramatisch und tragisch war. Etwas mit dem ich nicht gerechnet habe, ist passiert und eine Sache ist sogar offen geblieben. Das wäre jetzt der einzige Grund für mich zum weiterlesen.. Vielleicht irgendwann mal.

Fazit: Nette Geschichte mit schöner Welt, aber wenig ausgearbeiteten Charas und durchschaubarer, oft langatmiger Story.

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