Friday, 1 April 2011

Rezension: The Immortal Prince. Tide Lords 1 von Jennifer Fallon

The Immortal Prince
608 Seiten
Verlag: Tor Books
Erscheinungsjahr: 2009
englische Ausgabe

Kurzbeschreibung
When a routine hanging goes wrong and a murderer somehow survives the noose, the man announces he is an immortal. And not just any immortal, but Cayal, the Immortal Prince, hero of legend, thought to be only a fictional character. To most he is a figure out of the Tide Lord Tarot, the only record left on Amyrantha of the mythical beings whom fable tells created the race of half-human, half-animal Crasii, a race of slaves. Arkady Desean is an expert on the legends of the Tide Lords so at the request of the King's Spymaster, she is sent to interrogate this would-be immortal, hoping to prove he is a spy, or at the very least, a madman.Though she is set the task of proving Cayal a liar, Arkady finds herself believing him, against her own good sense. And as she begins to truly believe in the Tide Lords, her own web of lies begins to unravel...
Eigene Meinung
Mal wieder eine Geschichte, die mir sehr, sehr gut gefallen hat. Jennifer Fallon hat einen wunderbaren Schreibstil. Es gibt keine langweiligen Passagen, keine unrunden Formulierungen und man wird sofort in die Geschichte hineingezogen. Es fiel mir wirklich schwer das Buch aus der Hand zu legen. Ein großes Thema bei Fallon ist immer Politik. Aber dabei schafft sie es, dieses eigentlich sehr trockene und oft langweilige Gebiet interessant darzustellen.
Ich hab sehr gerne gelesen, wie sie das politische System sowie Beziehungen der einzelnen Länder und auch der Personen untereinander geschildert hat. Es gibt in diesem ersten Teil zwar nicht viele actionreiche Szenen, aber das Fehlen fällt gar nicht auf. Denn Spannung gibt es genug. Die Charaktere sind allesamt ausführlich beschrieben, glaubhaft und interessant. Man fiebert mit, wundert sich mit Arkady über Cayal's Geschichte und wird oft überrascht. Das ist auch gleichzeitig ein großer Pluspunkt. Fallon überrascht den Leser. Es passieren Dinge, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat und die einen staunen lassen.
Auch ist die Handlung nicht sofort durchschaubar. Cayal erzählt seine Geschichte, seine Vergangenheit, aber der Leser weiß, genauso wie Arkady, nicht, ob er die Wahrheit erzählt, ob die Legenden um die Tide Lords stimmen, was wirklich passiert ist.
Stück für Stück werden Geheimnisse und Fragen aufgeklärt und der Leser lernt immer mehr über die Geschichte der sehr komplexen Welt.
Was mir noch gut gefallen hat ist, dass die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. Ob Arkady, die intelligente und oft unterschätzte Frau des Fürsten, Cayal, der angebliche Tide Lord, Declan Hawkes, der Spymaster des Königs, oder auch Warlock, der Crasii. Alle Perspektiven sind interessant und abwechslungsreich. Gut, Arkady war mir jetzt nicht soo sympathisch - ich hab es nicht so mit wunderschönen, superintelligenten und ach so missverstandenen und zickigen Frauen.. Dafür mochte ich aber Declan sehr, sehr gerne.
Besonders schön finde ich, dass Fallon eine eigene Rasse erfunden hat, die schon erwähnten "Crasii" - hunde-und katzenartige Wesen, die eine ganz eigene Geschichte haben und authentisch rübergebracht werden. Das ist mal was anderes, als die immer wieder benutzten Standard-Fantasy-Rassen a la Elben, Orks, Zwergen, die mir so zum Hals raushängen.
Insgesamt ist das Buch spannend, überraschend, innovativ und ein bisschen romantisch - sehr schöner Auftakt einer Reihe!

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