Monday, 28 March 2011

Rezension: Dust of Dreams. The Malazan Book of the Fallen 9 von Steven Erikson

Dust of Dreams
889 Seiten
Verlag: Bantam
Erscheinungsjahr: 2009
englische Ausgabe


Kurzbeschreibung
On the Letherii continent the exiled Malazan army commanded by Adjunct Tavore begins its march into the eastern Wastelands, to fight for an unknown cause against an enemy it has never seen.

The fate awaiting the Bonehunters is one no soldier can prepare for, and one no mortal soul can withstand — the foe is uncertainty and the only weapon worth wielding is stubborn courage. In war everyone loses, and this brutal truth can be found in the eyes of every soldier in every world.

Destinies are never simple. Truths are neither clear nor sharp. The Tales of the Malazan Book of the Fallen are drawing to a close in a distant place, beneath indifferent skies, as the last great army of the Malazan Empire seeks a final battle in the name of redemption. Final questions remain to be answered: can one’s deeds be heroic when no one is there to see it? Can that which is unwitnessed forever change the world? The answers await the Bonehunters, beyond the Wastelands…

Eigene Meinung
Meine Erwartungen an das Buch waren hoch - sehr hoch! Und da ich absoluter Erikson-Fan bin und seine Bücher bisher alle genial fand, ist das auch berechtigt. Aber im Nachhinein wurden meine Erwartungen dieses Mal nicht erfüllt. Der Schreibstil ist mal wieder super, daran gibt es nicht zu meckern. Erikson schweift zwar manchmal etwas ab, seine Charaktere philosophieren gerne, aber es bleibt trotzdem noch alles im Rahmen. Das Problem war, dass sich die Handlung endlos gezogen hat. Die ganze erste Hälfte passiert herzlich wenig. Und was noch viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass Erikson mal wieder sehr viele neue Charaktere einführt und es somit mehrere Handlungsstränge gibt, die einfach so sinnlos erscheinen, weil sie nichts mit den Handlungen in den vorherigen Teilen zu tun haben. Manche davon werden gut aufgeklärt und man erkennt dann doch einen Zusammenhang, aber meistens zieht es sich vorher so lange hin und man erkennt einfach nicht, was das jetzt soll. 
Ich hätte liebend gerne mehr über bekannte Charaktere gelesen. Es gibt wichtige Figuren, die schon 2-3 Bücher nicht mehr wirklich vorgekommen sind. Man nehme nur Paran. Silverfox. Apsalar. Was ist mit Kalam geschehen? Meiner Meinung nach hätte Erikson sich mehr darum bemühen sollen, verschiedene Handlungsstränge zu Ende zu führen. Es ist der vorletzte Band und viel Zeit bleibt nicht mehr. Ich habe Angst, dass der letzte Band eine echte Enttäuschung wird und alles halbherzig zu Ende geführt wird. Schön wäre, wenn es dieses mal keine neuen Charaktere mehr gibt.
Ein anderer Punkt, der mich gestört hat, ist, dass viele Personen einfach immer wiederkommen, obwohl sie gestorben sind.. Eine Person war untot...dann lebendig...dann tot..und jetzt wieder untot.. Äh...
Aber es gibt natürlich auch Positives zu vermelden. Der Handlungsstrang der Bonehunters war unglaublich gut. Sehr spannend, rührend, lustig, actionreich - so wie man es von Erikson kennt. Auch die Passagen zu dem Errant und co. fande ich interessant zu lesen.. Genauso, wie die Handlung um Setoc, die wohl die einzige neue Person ist, mit der ich mich anfreunden konnte. Am Ende tauchen dann überraschenderweise doch noch altbekannte Figuren auf und das hat mich sehr gefreut. Auch gibt es viele Überraschungen.
Und dann wären da natürlich noch die cliffhanger am Ende. Zum Glück hat Erikson die Leser vorgewarnt. Wenn ich es nicht gewusst hätte, wäre ich wohl total frustriert gewesen. So konnte ich mich jedenfalls darauf vorbereiten. Wer die letzte Schlacht überlebt hat und wer gestorben ist, erfährt man erst im nächsten Band. 

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