Tuesday, 29 March 2011

Rezension: Bewahrer des Chaos von Wladimir Wassiljew

Bewahrer des Chaos
416 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsjahr: 2009
deutsche Ausgabe

Kurzbeschreibung
Seit Jahrhunderten schützen die Wächter des Tages und der Nacht die Grenze zwischen unserer Welt und der Anderswelt. Sie sorgen dafür, dass der Große Vertrag, den die Gegner einst schlossen, eingehalten wird. In St. Petersburg aber respektieren dunkle Andere, sogenannte Wilde, die alten Abkommen nicht länger. Der Tagwächter Arik soll die Ordnung in der Stadt wiederherstellen. Doch die Wilden fügen den Wächtern verheerende Verluste zu. In der Schlacht entdeckt Arik unter den Gegnern seine Geliebte. Er muss sie auf seine Seite ziehen, oder die Stadt ist dem Untergang geweiht. 

Eigene Meinung 
Da Wassiljew als Co-Autor von Sergej Lukianenko am 2. Wächter Buch (Wächter des Tages) mitgearbeitet hat, war ich sehr begeistert zu sehen, dass er jetzt ein eigenes Buch herausgebracht hat, welches auch im Wächter-Universum spielt. War genau das richtige für mich, nachdem ich so traurig war, als ich die Wächter-Tetralogie zu Ende gelesen hatte (ich hoffe ja noch auf mehr Teile..).

Wassiljew konzentriert sich auf die Mitglieder der Kiewer Tagwache, welche die Aufgabe bekommen, eine Gruppe nicht initiierter Anderer aufzuspüren und zurechtzuweisen, da diese sich nicht an den großen Vertrag halten und viel Unheil anrichten.
Man sieht hier schon, dass man viel Vorwissen braucht und vieles nicht versteht, wenn man die Wächter-Romane nicht kennt. Vor allem, da auch einige Charaktere von Lukianenko auftauchen und nicht näher beschrieben werden. Die ersten 3 Wächter-Romane sind somit vorausgesetzt.

Die Auftritte der bekannten Personen sind das Beste an diesem Buch. Ansonsten hat es mich leider komplett enttäuscht.

Es passiert alles zu langsam..viel zu langsam. Der erste Teil des Buches handelt fast nur von der Reise der Wächter nach St. Petersburg und beeinhaltet viele Szenen und Dialoge, die für die Handlung einfach nicht wichtig sind und belanglos wirken.
Bis auf Saufen, Essen und sich peinliche Geschichten erzählen tun die Wächter nichts anderes.. So kommt natürlich keine Spannung auf.

Der Schreibstil konnte mich auch nicht überzeugen. Vieles wirkt unbeholfen und vor allem die Dialoge sind nicht gelungen.
Ich hasse es, wenn ich zu viel Umgangssprache lesen muss. Und gegen mehr als ein Satzzeichen hab ich auch was^^

Beispiel:
"(...)Ohne jede Magie!!! Prust, haha!"

..da fehlte wirklich nur noch "OMFG, LOOL!!"

Gestört hat mich auch noch der schnelle Perspektivwechsel. Manchmal wurde auf einer Seite bis zu 3 Mal die Sicht gewechselt.. Am Ende wusste man gar nicht mehr, wessen Blickwinkel man da gerade hat.
Übrigens wurde man durch die vielen verschiedenen Namen der Protagonisten verwirrt.. Die haben ihren normalen Namen, eine Abkürzung davon (die man aber auf den ersten Blick nicht immer als diese erkennt..) und ihren "Zwielicht-Namen". Es nervt, wenn eine Person auf einer Seite einmal "Laik", einmal "Scheremetjew" und dann nochmal "Tawiskaron" genannt wird... Reicht nicht ein Name??

Nach der Hälfte des Buches kommt der erste Höhepunkt, der leider viel zu schnell wieder vorbei ist... Danach plätschert die Handlung wieder vor sich hin..

..bis es auf den letzten 40 Seiten sehr skuril wird. Da taucht auf einmal ein böser Jamaikaner auf, der vorher absolut nichts mit der Geschichte zu tun hatte und jetzt der Oberböse sein soll. Fand ich unglaubhaft und zu weit hergeholt.

War echt froh, als ich das Buch durchgelesen hatte.

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