Tuesday, 29 March 2011

Melliandra. das Buch der Worte 1 von J.V. Jones

Melliandra
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2001
deutsche Ausgabe


Kurzbeschreibung
In der riesigen Burg Harvell, in der König Lesketh auf dem Sterbebett liegt, verknüpfen sich die Schicksale dreier völlig ungleicher Charaktere: In den königlichen Gemächern rebelliert die junge Prinzessin Melliandra gegen ihre Zwangsvermählung mit dem zwielichtigen Prinz Kylock. Und in den Küchen entdeckt der Bäckerjunge Jack plötzlich seine magischen, noch unkontrollierten Fähigkeiten. Zusammen fliehen die beiden aus der Burg, verfolgt von einem machtgierigen Zauberer. Gleichzeitig bricht ein junger Ritter auf, die legendäre Insel Larn zu suchen, um hinter ein uraltes Geheimnis zu kommen, das auch Jack und Melliandra betrifft ...

Eigene Meinung
Ich darf vorstellen: Mein Flop des Jahrzehnts. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, dieses Buch auf dem Flohmarkt zu kaufen. Schon allein die Beschreibung hätte mich wegrennen lassen müssen.
Aber es war früh....
Naja, egal. Ich weiß auch nicht, was mich dann dazu gebracht hat, dieses Buch für eine Leserunde vorzuschlagen. Ich frag mich noch heute, warum sich so viele Leute dazu gemeldet haben... Gruppenzwang, denke ich.
Ich bin wirklich motiviert ans Lesen gegangen! Ich will mir ja nicht sagen lassen, ich hätte Vorurteile! Ich war ganz unvoreingenommen damals. Und hab mich auch nicht an der Buchbeschreibung gestört...
Denn die Beschreibung alleine lässt einen eigentlich schon mit den Augen rollen. König..stirbt.. .junge rebellische Prinzessin... Zwangsvermählung... Bäckerjunge..magische Fähigkeiten... Ritter.. machtgieriger Zauberer....Geheimnis.... Nein, es springt kein Elf aus dem Busch. Wenigstens das bleibt uns erspart.
Okay...dann fängt das Buch an.. Klappe die 1. Fieser Mann vergewaltigt die Königin im Schlaf.
Klappe die 2. Zwei dümmliche Soldaten, die absolut nichts mit der nicht vorhandenen Handlung zu tun haben, führen ein dümmliches, sexistisches und peinliches Gespräch über Pfirsiche(?) und alte Frauen. Ich hatte abwechselnd Fragezeichen über dem Kopf und/oder einen angewiderten Gesichtsausdruck.. Zwischendurch wird dann von einem dicken Mann, nennen wir ihn dicker Mann 1, recht exotisches Essen vorbereitet. Was war es noch gleich? Urin-Eier und verfaultes Fleisch? Natürlich ist dies höchst wichtig für die Handlung...die ich immer noch suche.
Dann kommt auch noch irgendwann die Prinzessin ins Spiel, die sich ja nicht um ihr Äußeres schert, aber der es soo wichtig ist, auf dem Fest gut auszusehen. Zwischendurch wird sie von dicker Mann 2 betatscht. Jack hängt währenddessen in der Bäckerei rum und bemittleidet sich. Und den edlen Ritter hatte ich fast vergessen.. Tja..was tut der? Edel sein, vermute ich. Weil ein edler Ritter gehört ja in jede Geschichte. Egal, ob es passt oder nicht.
So. Dann flieht die Prinzessin, weil sie an den bösen Prinzen verheiratet werden soll. Jack flieht auch...weil er hat Brote verbrennen lassen. Dann treffen sich beide im Wald. Der Gott aus der Maschine geht weg, weil ihm das zu flach ist.
Sie werden noch verfolgt und so, aber da hatte ich schon kein Interesse mehr. Und das was ich hier geschrieben habe, ist tatsächlich nur ein kleines bisschen überzogen. Das Buch ist meiner Meinung nach einfach nur schlecht und lahm. Und voller Klischees. Ich hab das Gefühl, dass die Autorin sich gar nicht bemüht, innovativ zu schreiben. Außerdem find ich viele Gespräche einfach nur niveaulos..
Die Charas sind wie gesagt alle Stereotypen, ihr Handeln und Denken ist wenig nachvollziehbar. Es heißt schon viel, wenn mein Lieblingschara ein Pferd ist, welches 1-2 Mal erwähnt wurde.
Ich wette, es war intelligenter als Jack und Prinzessin zusammen.

Übrigens mag ich die "Sword of Shadows"-Reihe von J.V. Jones sehr gerne!

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